Berlin / Karlsruhe
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Kollektives Arbeiten auf Distanz

Kollektives Arbeiten auf Distanz

Wie sich das Team zusammengefunden hat, ist leider keine kinotaugliche Ocean’s-Eleven-Geschichte, auch wenn das erzählerisch viel hermachen würde. Tatsächlich war vieles dem Zufall geschuldet: Rahel hatte im Juli Christian und Luisa unabhängig voneinander von ihrer Idee erzählt, und von beiden sehr positive Rückmeldung bekommen. Christian fragte dann Hanna, die ebenfalls große Lust hatte und noch Gabi mit ins Boot holte. Régnier hatte schon im Frühjahr den allerersten Ideenentwurf von Rahel mitbekommen und war gleich mit dabei, als sich eine konkrete Umsetzung des Vorhabens abzeichnete. Jelena stieß schließlich als letzte zur Gruppe, als Rahel ihr vom Projekt erzählte und fragte, ob sie Motivideen hätte.

Doch wie kommuniziert und organisiert sich ein Team, in dem die meisten Mitglieder noch nie zusammengearbeitet haben – zumal in kollektiver Arbeitsweise? Das war und ist ein Lernprozess, denn es gilt möglichst effizient zu kommunizieren und zugleich dafür zu sorgen, dass alle die für sie notwendigen Informationen haben. Dazu muss immer wieder abgewogen werden, was die ganze Gruppe betrifft und was individuell bzw. in Einzelabsprachen entschieden werden kann.

Zu Beginn gab es eine Messenger-Gruppe, über die auch nach wie vor die Hauptkommunikation läuft, seien es Aufgabenzuweisungen an mehrere Leute, Terminabsprachen, ein Stimmungsbild der Gruppe einholen etc. pp. Je konkreter das Projekt wurde desto mehr Untergruppen entstanden von selbst, welche sich daraus ergaben, was zu tun war und welche Teammitglieder Expertise dazu mitbrachten. Manche dieser Untergruppen kommunizieren inzwischen auch über eigene Kanäle, um die Haupt-Messenger-Gruppe zu entlasten. Einzelabsprachen laufen über Nachrichten oder Telefonate; Besprechungen im Plenum, um beispielsweise grundsätzliche Fragen zu klären oder Entscheidungen über ein Vorgehen zu treffen, werden nach Bedarf über Discord abgehalten, weil man dafür den direkten mündlichen Austausch braucht.
Bilder und wichtige Dokumente sind für alle zugänglich online hinterlegt. Ebenso gibt es seit Projektbeginn ein eigenes Dokument für die kreativen Inhalte bezüglich des Shootings, in dem alle ihre Vorschläge und Ideen sammeln können. Dadurch bleibt das Kreative vom Organisatorischen getrennt und es entsteht kein unübersichtlicher Informationshaufen, in dem niemand etwas wiederfindet. Zwischenzeitlich wurde auch Trello genutzt, es stellte sich aber nach einer Weile heraus, dass es nicht produktiv in die Arbeitsweise integriert wurde, weshalb es wieder rausflog.

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